Die Ausgrenzung der indigenen Bevölkerungen bei den Klimaverhandlungen (Kopenhagen, Bella Center, 9.12.09)
Die Entwicklung der Verhandlungen in Kopenhagen tendiert mehr und mehr zur Marginalisierung der Stimme der Schwächsten, darunter die der indigenen Völker. Sie sind indessen die ersten Opfer des Klimawandels, zudem sie sozusagen nicht beigetragen haben: Bedrohung der Ernährungssicherheit durch die Veränderung der agro-ökologischen Bedingungen, der Gesundheit dieser Völker durch das Verschwinden traditioneller Heilpflanzen, ihrer Identität durch den Verlust ihres Bodens, … Diese Ausgrenzung ist umso schändlicher als die indigenen Bevölkerungen direkt von den Massnahmen der Reduzierung und der Anpassung an den Klimawandel betroffen sind, die bei den Verhandlungen diskutiert werden. Wie kann man überhaupt die „nachhaltige Forstwirtschaft“, die im Rahmen der Programme REDD und REDD+ vorgesehen ist, diskutieren, ohne die autochthonen Bevölkerungen einzubeziehen, die diese Wälder bewohnen? Wie lässt sich ausserdem erklären, dass der von Dänemark vorgeschlagene und von den südlichen Ländern abgelehnte Text kein einziges Mal die Anerkennung der Rechte der autochthonen Bevölkerungen erwähnt?
Daher die Auflehnung der indigenen Völker gegen diese Ausgrenzung. Sie verlangen, dass ihre Stimme im Verhandlungsprozess berücksichtigt wird und zum anderen, dass die Rechte der autochthonen Bevölkerungen entsprechend der Deklaration der Vereinten Nationen zum Recht der Autochthonen Bevölkerungen (DNUDPA) respektiert werden. Im Übrigen rufen sie dazu auf, dass ihre traditionellen Kenntnisse und Praktiken als Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel anerkannt werden, da diese ihre Fähigkeit, sich an die Belastbarkeit der Ökosysteme anzupassen, weitgehend bewiesen.
Übersetzung : Denise Hänle, Coorditrad

Die Auflehnung der indigenen
Die Auflehnung der indigenen Völker ist nachvollziehbar, in Anbetracht ihrer präkeren Situation. Was bleibt ihnen letzten Endes noch übrig damit sie von den Vereinten Nationen gehört werden? Zumindest muss die für sie erschwerende Intervention, nämlich die der Verschlechterung der agro-ökonomischen Bedingungen in ihrem Land beendet werden. Darauf haben sie sicherlich ein Anrecht.
Anestis Moutafidis
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