Der G20-Gipfel in Pittsburgh ist zu Ende. Ein Grundkonsens zur Beschränkung der ManagerInnengehälter, Stärkung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und Erhöhung der Eigenkapitalquoten wurde gefunden. Kann dieses Maßnahmenpaket das Versprechen der G20 erfüllen, nämlich zukünftig Krisen zu vermeiden? Anders gefragt: Hätte es, wäre es schon vor fünf Jahren geschnürt worden, die Immobilienkrise 2007/08 verhindern können?
Der halbherzige Versuch, die ManagerInnengehälter einzudämmen, ist ein symbolischer, wenn nicht sogar populistischer Akt. Hätten die BankerInnen bei etwas niedrigeren Bonuszahlungen wirklich weniger Hypothekarkredite vergeben?
Die Stärkung des IWF mutet zynisch an. War es doch er, der Jahrzehnte lang die Liberalisierung der Kapitalmärkte gefordert hat. Hätte man das Budget des IWF vor fünf Jahren verdreifacht, 5% seiner Stimmrechte zu Gunsten von China neu verteilt und ihm erklärt, dass es mit den freien Finanzmärkten doch nicht so einfach sei, hätte dies die Krise verhindert?