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Vom 20. bis 25. September 2009 finden in Pittsburgh (Pennsylvania, USA) Alternativ- und Protestveranstaltungen zum G20-Gipfel statt. Acht Attacies - aus Deutschland, Österreich, Italien, Kanada und Norwegen - sind mit dabei und bloggen live aus Pittsburgh.

Demonstrationen in Pittsburgh anlässlich des G-20-Gipfels

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Die G-20 trafen sich in Pittsburgh, aber sie waren nicht allein. Tausende Demonstranten füllten die Straßen und stellten Forderungen an die selbsternannte Weltwirtschaftsregierung. Die Polizei reagierte mit Tränengas.

Democracy Now! (Demokratie Jetzt!) Produzent Steve Martinez war am Donnerstag den 24. und Freitag den 25. September zur Berichterstattung über die Proteste gegen den G-20 Gipfel auf den Straßen von Pittsburgh. Während des Films ist teilweise auch der Attac-Block auf der Demo zu sehen (z.B. bei 4:40). Die Kommentare sind in englisch.

Es handelt sich um ein Service der Fernsichten-Redaktion von Attac: www.attac.de/fernsichten

Video der Demo gestern

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Ein kurzes Video mit Eindrücken der Demo gestern...

Abschied

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Schon bevor die große Demonstration beginnt, beginnt in der Zeltstadt ein reger Abbau-Betriieb. Das Wetter ist freundlich, Zelt für Zelt wird abgebrochen, viele HelferInnen packen mit an, um die großen Gruppenzelte in viele Einzelteile zu zerlegen und zu verladen.

Nach der Kundgebung in der Innenstadt laufe ich ein letztes Mal den Berg hinauf zur Monumental Baptist Church. Ich bleibe auf dem Weg durch das Viertel einige Male stehen, weil mich Leute ansprechen und fragen, wie die Demo war. Sie amüsieren sich über meinen Akzent und wollen mehr wissen, über Deutschland, über meine politischen Forderungen, über Attac. Viele rufen mir auch einfach zu: "Danke, dass Ihr für uns demonstriert!"

Wir mischen uns ein!

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Ein warmer frühherbstlicher Tag, die Sonne scheint, die Busfahrerin lässt alle, die zur Demo wollen, gratis mitfahren, und schon beim Aussteigen aus dem Bus hören wir Sprechchöre – ein idealer Beginn für die größte Demonstration in Pittsburgh seit dem Vietnamkrieg, die heute am frühen Abend friedlich zu Ende ging. Rund zehntausend Menschen sind zur Universität in Oakland gekommen und mit nach Downtown gezogen, in die Nähe des Convention Centers, in dem gleichzeitig die G20 tagten. Sie forderten die StaatschefInnen der G20 mit hunderten selbstgebastelten Schildern und gut vorbereiteten, sehr kreativen Sprechchören auf, von ihrer neoliberalen Agenda abzugehen.

Attac Banner

Ein Gipfel-Resümee aus dem Konjunktiv

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Der G20-Gipfel in Pittsburgh ist zu Ende. Ein Grundkonsens zur Beschränkung der ManagerInnengehälter, Stärkung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und Erhöhung der Eigenkapitalquoten wurde gefunden. Kann dieses Maßnahmenpaket das Versprechen der G20 erfüllen, nämlich zukünftig Krisen zu vermeiden? Anders gefragt: Hätte es, wäre es schon vor fünf Jahren geschnürt worden, die Immobilienkrise 2007/08 verhindern können?

Der halbherzige Versuch, die ManagerInnengehälter einzudämmen, ist ein symbolischer, wenn nicht sogar populistischer Akt. Hätten die BankerInnen bei etwas niedrigeren Bonuszahlungen wirklich weniger Hypothekarkredite vergeben?

Die Stärkung des IWF mutet zynisch an. War es doch er, der Jahrzehnte lang die Liberalisierung der Kapitalmärkte gefordert hat. Hätte man das Budget des IWF vor fünf Jahren verdreifacht, 5% seiner Stimmrechte zu Gunsten von China neu verteilt und ihm erklärt, dass es mit den freien Finanzmärkten doch nicht so einfach sei, hätte dies die Krise verhindert?

Donnerstag: Demoende mit Tränengas

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Für den Donnerstag Nachmittag hat das „G20-Resistance-Project“ zu einer Demonstration eingeladen. Auf jedem Poster und Flyer steht dabei, dass diese Aktion nicht genehmigt ist. Dennoch macht sich eine muntere Gruppe aus dem „Bail-out-people-Camp“ auf den Weg dorthin. Es sind einige Kilometer Asphalt bis zum Ziel, dem kleinen Park an der 40. Straße oberhalb des inzwischen abgeriegelten Downtown-Bezirks. Wir marschieren eine Stunde zügig voran, immer wieder erschallt von hinten der Ruf, dass alle auf dem Fußweg bleiben mögen.

 

Im Park wird es ganz schön voll. Schwarze Textilien überwiegen, bunt gekleidete Leute bilden die Ausnahme. Recht unterschiedlich haben sich die DemonstrantInnen vorbereitet. Während bei den einen das schwarze Tuch griffbereit um den Hals liegt, tragen andere Blasinstrumente und Trommeln mit sich und bilden eine lustige Kapelle, die abwechselnd „we shall overcome“ und „Bella ciao“ spielt.

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