Der alternative Klimagipfel in Cochabamba endet – vorerst

Zum Abschluß des alternativen Klimagipfels in Cochabamba, Bolivien, werden heute die Ergebnisse der 17 offiziellen Arbeitsgruppen vorgestellt. Mehr als 20.00 Menschen hatten an den Arbeitsgruppen teilgenommen, deren erklärtes Ziel es war, die Stimmen indigener Völker und der globalen Zivilgesellschaft in den internationalen Klimaverhandlungen hörbar zu machen.

Während der Konferenz hatte der bolivianische Präsident Evo Morales noch einmal betont, dass der Alternativgipfel als notwendige Antwort auf das Scheitern der Klimaverhandlungen von Kopenhagen im letzten Dezember zu verstehen sei.

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Weltgipfel der Völker: "18. Arbeitsgruppe" abseits des Konferenzgeländes macht auf Defizite in der bolivianischen Umweltpolitik aufmerksam

Der britische Guardian berichtet, dass es in Cochabamba abseits des offiziellen Gipfelgeländes noch einen sogenannten 18. Workshop gibt, bei dem die Defizite der bolivianischen Umweltpolitik thematisiert werden.

Die sozialen Organisationen dort wollen auf die Umweltprobleme in Bolivien aufmerksam machen, die etwa durch durch hydroelektrische Staudämme sowie den Abbau von Lithium, Silber und Blei verursacht werden.

Der "Weltgipfel der Völker" wird von Protesten gegen eine Silber- und Bleimine in San Cristobal begleitet. Die Mine, die 600 Liter Wasser pro Sekunde verschmutzt, war durch Blockaden und Besetzungen in den letzten anderthalb Wochen zum großen Teil betriebsunfähig.

Auch das Schmelzen der Gletscher stellt die bolivianischen Regierung vor neue Herausforderungen im Bereich der Wassergesetzgebung.

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Indigene Aktivistin spricht über die Wichtigkeit “Pachamama” zu respektieren

In einem Interview mit dem US-amerikanischen alternativen Nachtichtenportal "Democracy Now" spricht die indigene Aktivstin und früheres Mitglied der verfassungebendes Versammlung Boliviens Peregrina Kusse Viza über die Wichtigkeit Mutter Erde, oder "Pachamama" zu respektieren.

Sie bezeichnet Wasser als das Lebensblut der Mutter Erde und gibt Einblicke in die der Pachamama gewidmeten Opferzeremonien, die in ihrer Jugend noch regelmäßig abgehalten wurden. Am Beispiel des Goldabbaus in Bolivien zeigt sie, wie sehr die Natur durch die Suche nach Reichtümern vergiftet werden kann.

Am Ende ruft sie zu einem globalen Übereinkommen zur Rettung der Umwelt auf.

Hier ist das Video mit englischer Synchronisation: 

http://www.democracynow.org/2010/4/20/one

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Schon ein Stärken des Widerstands gegen Kopenhagen wäre ein Erfolg von Cochabamba

Am 12. April berichtete der britische Guardian über ein Papier zur US-Klima-Kommunikationsstrategie, dass ihm seitens einer anonymen Quelle zugespielt worden war. Demzufolge ist es die Strategie der USA, die Kopenhagen-Erklärung nicht wieder aufweichen zu lassen, sondern sich vehement für die Umsetzung des gesamten Dokuments einzusetzen. Über 110 Länder sind bereits mit der Kopenhagen-Erklärung assoziiert, und die USA haben substantiellen Druck durch den Entzug von Finanzhilfen auf einige Länder ausgeübt, die sich gegen das Dokument ausgesprochen haben.

 

Die Kopenhagen-Erklärung setzt keine verbindlichen Emissionziele und zielt auf eine Zwei-Grad-Obergrenze bei der globalen Erwärmung – bedrohliche Werte für weite Teile Afrikas und andere Regionen.

 

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Rede des bolivanischen Botschafters Pablo Solón über die Verhandlungen von Kopenhagen und die Rolle von Cochabamba

In diesem Video stellt der bolivianische Botschafter die Position seiner Regierung zu den Verhandlungen von Kopenhagen dar und erläutert die Motivation für den Alternativ-Klima-Gipfel in Cochabamba, Bolivien.

Der Botschafter lässt noch einmal Revue passieren, wie kurz vor dem Ende der Klima-Verhandlungen im Dezember 2009 in Kopenhagen eine Gruppe von 29 Ländern im Geheimen die Erklärung von Kopenhagen vorbereitet hatte, und wie sie nach und nach unter großem Druck von den meisten Staaten mit unterstützt wurde.

Er kritisiert Kopenhagen als einen Schritt in die falsche Richtung und beschreibt wie Bolivien den alternativen Gipfel in Cochabamba als Intervention benutzen möchte, um die Klimaverhandlungen wieder in die Richtung eines geringeren Erwärmungsziels und einer gerechteren Lastenverteilung zu rücken.

Sehenswert.

Video : 
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Ein bombastischer Start für einen Klimagipfel

Eruption von EyjafjallajökullEruption von Eyjafjallajökull - Bild von BoawormEruption von Eyjafjallajökull

 

Ursprünglich wollte ich für Attac Deutschland die World People's Conference on Climate Change and the Rights of Mother Earth vor Ort kritisch begleiten und über das Geschehen dort in diesem Blog hier berichten.

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