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Schließt das Wirtschaftskasino!
“Entwaffnet die Märkte!”: Als Attac 1998 gegründet wurde, lautete so der erste Slogan im Hinblick auf die Finanzkrise in Südostasien Mittlerweile sind wir Zeugen zahlreicher weiterer Krisen geworden, die durch die Finanzmärkte ausgelöst wurden: Der Krisen in Russland, Brasilien, der Türkei, Argentinien und dem Platzen der New Economy Blase im Jahr 2001.
Derzeit steckt die Welt erneut mitten in einer Krise, der schwersten seit der Großen Depression 1929
Jetzt, wo das gesamte System der neoliberalen Globalisierung versagt und der Glaube, dass man unregulierte Märkte trotz Spekulationsaktivitäten sich selbst überlassen kann, als trügerisch erwiesen hat, stehen die Strukturen und Mechanismen des Finanzsystem auf dem Spiel.
Die Antwort auf diese Krise sollte sich also nicht darauf beschränken, den Kapitalismus moralisch zu bewerten oder die Schuldigen zu bennenen. Oberflächliche Regulierungen und Kurzzeit-Management dienen lediglich der Aufrechterhaltug des Systems und können ein erneutes Desaster nicht verhindern.
Die Antwort muss die Forderung nach einem Ausstieg aus dem Neoliberalismus beinhalten und fordern, dass dem Einfluss der Wirtschaft auf die Gesellschaft ein Ende gesetzt wird.
Attac fordert:
Stoppt Sozialisierung der Verluste und die Privatisierung des Profits:
- „Die Profiteure sollen zahlen“ als geltendes Prinzip
- Ausbau eines öffentlichen und kooperativen Bankensektors
Die Überarbeitung des Finanz-, und Währungssystems im Rahmen einer globalen Reform der Vereinten Nationen
- Einführung einer Steuer auf alle Formen des Finanztransfers, einschließlich Devisentransaktionen
- Die progressive Besteuerung von Kapitaleinkünften
- Die Schließung von Steueroasen
- Das Verbot von jeglichen unhaltbaren und destabilisierenden Methoden innerhalb des Finanzsystems
