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Zwei Welten...

Schon am gestrigen Nachmittag hatte es sich gezeigt, dass eine Podiumsveranstaltung mit Joseph Stiglitz Menschen aus einem weiten Umkreis anzieht – aber die Menschen aus dem Hill-District eher kalt lässt.

Die Fortsetzung zu dieser Beobachtung gibt es heute: In der Zeltstadt gelingt keine „ordentliche“ Podiumsdiskussion. Für die VeranstalterInnen tut es mir ein bisschen leid, aber ansonsten bin ich auch immer wieder fasziniert davon, was die Menschen zu erzählen haben. Und wenn man sie lässt und einige zuhören, gibt es kein Halten mehr:

 

 

Dieser Mann sprengt mit seiner kämpferischen Lebensgeschichte die Veranstaltung über die Bekämpfung von Armut in der Welt. Er springt auf und erzählt, dass er in Pittsburgh aufgewachsen ist und noch damals nicht bis zur übernächsten Häuserreihe schauen konnte, weil der Smog der Stahlproduktion die Stadt in einem eisernen Griff hatte.Seine ganze Familie habe für den Stahl gearbeitet und gehustet.

Er verließ die Stadt und stritt in Californien für die Rechte von Arbeitern. Jetzt fordert er alle Anwesenden auf, sich Pittsburgh zum Beispiel zu nehmen. Es hätte in seiner Jugend keiner geglaubt, dass über dieser Stadt sich einst ein blauer Himmel wölben könnte. Heute wäre der Himmel aber da und die übernächste Häuserreihe nicht mehr vernebelt.

Damit leitet er zu seinem Appell über, sich der G20 entgegen zu stellen. Denn auch wenn heute keiner glauben könne, dass es ein anderes Wirtschaftssystem und soziale Gerechtigkeit geben könne, so sei es doch richtig, dafür heute zu streiten.

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